Zeitungsartikel über die Freiwillige Feuerwehr Trennfurt

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Vor einem Jahr fast aufgelöst Jetzt wird Jubiläum gefeiert

Freiwillige Feuerwehr Trennfurt vor 110 Jahren gegründet

Klingenberg-Trennfurt. Im vergangenen Jahr wäre sie fast aufgelöst worden, jetzt feiert sie ein Jubiläum: Vor 110 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr Trennfurt gegründet worden. Für Samstag und Sonntag wurde ein großes Festprogramm zusammengestellt.

Die 44 Trennfurter Bürger, die sich bei der Gründungsversammlung am 1. Februar 1879 als erste in die Beitrittsliste eintrugen, ahnten wohl nicht, welche rasante technische Entwicklung sie erleben sollten. Mußte bis dahin das Löschwasser mit 80 Eimern aus dem Main, dem Bach oder den vier Pumpbrunnen zur Brandstelle geschafft werden, stand schon bald eine zeitgemäße Fahrspritze zur Verfügung. 16 bis 18 Mann wurden benötigt, um mit dieser einfachen Kolbenpumpe 260 Liter Wasser pro Minute fördern zu können. Ab 1887 profitierte die Feuerwehr auch von der neu verlegten Wasserleitung, die mit ihren Hydranten und Laufbrunnen die Wasserversorgung für den Brandfall sicherstellte.

Kurz nach der Jahrhundertwende wurde eine fahrbare mechanische Leiter beschafft. 1929 erhielt die Feuerwehr Trennfurt als eine der ersten Wehren weit und breit eine Motorspritze. Sie war ein Geschenk der Gemeinde zum S0jährigen Bestehen. Nach Kriegsende kam eine Tragkraftspritze aus Wehrmachtsbeständen hinzu, die 1957 durch ein modernes Gerät mit gleicher Leistung ersetzt wurde. 1969 bekam die Wehr ein Löschgruppenfahrzeug.

Auch nach dem Anschluß Trennfurts an die Stadt Klingenberg wurde die selbständig weiterbestehende Feuerwehr auf dem neueststen Stand der Technik gehalten, so 1977 durch die Ausrüstung mit Atemschutzgeräten und zuletzt 1985 mit dem Kauf eines Mehrzweckfahrzeuges.

Das Fest beginnt am Samstag um 9.30 Uhr mit einer Feierstunde in der TV-Türnhalle, bei der Landrat Roland Schwing die Ansprache halten wird. Ab 10.00 Uhr ist am Feuerwehrgerätehaus Festbetrieb. Ab 15.00 Uhr findet ein Kindernachmittag statt. Am Sonntag ist um 9.15 Uhr Kirchenparade und um 9.30 Uhr Gottesdienst, danach wieder Festbetrieb. Von 16.00 bis 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, den neuen Gerätewagen-Gefahrgut zu besichtigen, der vom Landkreis für Einsätze bei freigesetzten umweltgefährdende Chemikalien beschafft wurde und in Miltenberg stationiert ist.