Berichte und Bilder der Freiwilligen Feuerwehr Trennfurt 2010
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Alarmübung in Erlenbach

23.10.2010

Alarmübung in Erlenbach

Bei dieser Übung war die Feuerwehr Trennfurt mit 9 Mann, Einsatzleitwagen, Mannschaftwagen und dem Mehrzweckboot vor Ort. Rettungsübung im Kreis Miltenberg Schiffsunfall auf dem Main – zahlreiche Menschen gilt es zu retten. Mit einem Großaufgebot übten am Samstag Feuerwehren, Rotes Kreuz und Katastrophenschutzeinheiten unter der Leitung des Landratsamtes Miltenberg auf dem Main bei Erlenbach.

Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten wurde sie bis zur Alarmierung geheim gehalten. Die Helfer wurden genauso n das Szenario geschickt, als handele sich um einen echten Notfall.
Feuer, Öl und viele Verletzte
11.08 Uhr: Alarm aus dem Erlenbacher Hafen, auf einem vollbesetzten Passagierschiff gab es eine Explosion im Maschinenraum, unter Deck brennt es. Erste Rettungskräfte der Feuerwehr und der Polizei treffen wenige Minuten später ein. Das Szenario entfaltet sich: Viele Menschen stehen auf dem Schiff, rufen um Hilfe, einige sind in Panik ins Wasser gesprungen und versuchen schwimmend das rettende Ufer zu erreichen. Aus dem havarierten Schiff tritt Diesel aus und treibt mainabwärts. Die Helfer rechnen mit vielen Verletzten. Die Passagiere müssen vom Schiff gerettet, das Feuer im Maschinenraum gelöscht und das auslaufende Öl muss gebunden werden. Großalarm und Krisenstab

Das schafft keine Feuerwehr alleine. Die Obernburger löst Polizei Alarmstufe 6 aus. Neben der örtlich zuständigen Feuerwehr in Erlenbach werden die Wehren in der gesamten Umgebung, Helfer des Roten Kreuzes, des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerkes, der Polizei und die SEG Wasserrettung alarmiert. Im Landratsamt bildet sich die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK). Sie ist die zentrale Anlaufstelle für alle Informationen, stimmt die Arbeiten aufeinander ab und entlastet die Helfer von Koordinationsaufgaben. Retten, löschen, Öl aufhalten

11.43 Uhr: Ein erstes Boot der Feuerwehr hat das Passagierschiff erreicht. Eine Person wird aus dem Wasser geborgen. Der Strom von Einsatzfahrzeugen scheint nicht mehr abzureißen. Ständig treffen neue Kräfte von Feuerwehren BRK und THW am Unglücksort ein. Während die Rotkreuzhelfer alles für die versorgung der Verletzten vorbereiten, lassen Feuerwehr und Technisches Hilfswerk weitere Boote zu Wasser. Die Menschen müssen von Bord. Parallel dazu fängt eine Gruppe des THW den „Treibstoff“ auf dem Main ab. 12.32 Uhr: Die Lage wird klarer, aber auch komplizierter für die Helfer, denn nicht alle Menschen auf dem Schiff haben es an Deck geschafft. Einige sind eingeschlossen, zwei durch die Explosion sogar eingeklemmt worden.Weitere Boote von Feuerwehr und THW sind im Hafen unterwegs, bringen die etwa 70 Passagiere an Land. Unterstützt wurden sie von Tauchern der Wasserwacht, die nach Vermissten im Main suchten. Zehn verletzte Passagiere wurden durch die Mitglieder von Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes behandelt und für den Abtransport in die Krankenhäuser vorbereitet. Die rund 60 unverletzten Passagiere wurden vom BRK im Feuerwehrgerätehaus Erlenbach betreut. Die Polizei sichert mit dem Boot der Wasserschutzpolizei den Übungsraum. Eine Sonderkommission stellt die Personalien der Verletzten und Geretteten fest. Erstes Fazit: Mit der Übung zufrieden

Insgesamt sei man mit dem Übungsverlauf zufrieden, fasste Pressesprecher Gerhard Rüth am Nachmittag sein erstes Resümee. Die Detailauswertung werde jedoch noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, bis die Ergebnisse der einzelnen Schiedsrichter ausgewertet und zusammengeführt sind.

Wichtiges Training
Die Zahl von Kreuzfahrt- oder Passagierschiffen auf dem Main hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen, betont Gerhard Rüth, Pressesprecher des Landratsamtes. Die Übung war um 14.30 Uhr beendet. rah/dc
Mehr zur Übung und zu den Hintergründen lesen Sie am Montag im Main-Echo und im Bote vom Untermain.

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